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Ab etwa der 34. Schwangerschaftswoche kannst du mit der Dammmassage beginnen. Ein paar Minuten am Tag machen das Gewebe weicher und dehnbarer – und ganz nebenbei lernst du, deinen Beckenboden bewusst loszulassen. Genau das brauchst du auch unter der Geburt.
Studien zeigen, dass regelmäßige Dammmassage in den letzten Wochen vor der Geburt das Risiko für einen Dammschnitt und für Verletzungen, die genäht werden müssen, verringern kann – besonders bei der ersten Geburt.
Das richtige Öl
Für die Massage brauchst du ein gut verträgliches Pflanzenöl. Ich empfehle gern das Dammmassageöl von Weleda: Es zieht gut ein und ist genau für diesen Zweck gemacht.
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So geht’s: Dammmassage in 4 Schritten

Schritt 1: Führe deine gut eingeölte Daumenspitze in die Vagina ein. Mit den restlichen Fingerspitzen massierst du in kreisenden Bewegungen den Damm von außen – stell dir dabei das Ziffernblatt einer Uhr vor und streiche von drei bis neun Uhr. Etwa eine Minute lang, mit langsam steigendem Druck. Bei der ersten Massage hilft ein Handspiegel, um dich mit der Anatomie vertraut zu machen.

Schritt 2: Führe nun den ganzen Daumen ein und bewege ihn in kleinen, kreisenden Bewegungen, um die Vagina zu lockern.

Schritt 3: Dehne die Vagina beim Ausatmen mit dem Daumen abwechselnd strahlenförmig in verschiedene Richtungen. Sobald du eine Dehnung spürst, nimm einige tiefe Atemzüge und lass wieder locker. Wiederhole das zwei- bis dreimal – nur so weit, dass der Druck angenehm erträglich bleibt.

Schritt 4: Dehne den Damm mit dem Daumen nach außen in Richtung Anus, wieder entlang des Ziffernblatts von drei bis neun Uhr. Atme dabei gleichmäßig und tief in den Bauch – so spürst du deinen Beckenboden und lässt ihn bewusst los.
Meine Tipps
- Wasche dir vorher die Hände und achte auf kurze Fingernägel.
- Am angenehmsten ist die Massage nach einem warmen Bad oder einer Dusche, wenn das Gewebe ohnehin entspannt ist.
- Drei- bis viermal pro Woche fünf Minuten reichen völlig.
- Dein Partner kann die Massage auch für dich übernehmen.
- Sprich vorher mit deiner Hebamme oder Ärztin – besonders bei vorzeitigen Wehen, Blutungen, einer Infektion oder einer tiefliegenden Plazenta.
Entspannung ist der Schlüssel
Die Dammmassage wirkt am besten zusammen mit einer ruhigen, tiefen Atmung. Genau die lernst du im Hypnobirthing Online-Kurs: Atemtechniken für jede Geburtsphase, Tiefenentspannung und Visualisierungen, die dir helfen, loszulassen.
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Alles Liebe
Kathi


